StartPositionen: Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte im

Positionen: Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte im

Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte im Rahmen einer privaten Krankenversicherung

Der Abteilungsvorstand der SPD-Lehrte-Kernstadt hat beschlossen:
„Die Ratsfraktion der SPD wird gebeten, in den Rat der Stadt Lehrte den nachfolgenden Antrag einzubringen:

‚Die Verwaltung der Stadt Lehrte wird beauftragt ein Konzept zu erarbeiten und dem Rat der Stadt Lehrte zur Beschlussfassung vorzulegen, nach dem eine Förderung des Dienstes in der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte im Rahmen einer privaten Rentenversicherung realisiert werden könnte. Ein Anspruch auf eine Rentenzahlung aus dieser Versicherung soll den Feuerwehrmännern und -frauen vorbehalten sein, die den Dienst in der Lehrter Feuerwehr bis zum Erreichen der Altersgrenze verrichten.’ “

Begründung:
Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in unserer Stadt. An 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr stehen Feuerwehrmänner und - frauen ehrenamtlich mit großem Engagement bereit, um gefährliche Situationen zu entschärfen, unser aller Hab und Gut zu schützen und Menschenleben zu retten. Dabei setzen sie immer wieder auch ihre eigene Gesundheit aufs Spiel – eine Einsatzbereitschaft, die wir nicht hoch genug anerkennen können und auf die wir als Lehrterinnen und Lehrter angewiesen sind.
Ein solches Engagement verdient besondere Förderung, nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, dass die ehrenamtliche Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr für potenzielle Mitglieder an Attraktivität eingebüßt hat. Die leicht negative Entwicklung der Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte zeigt, dass es heutzutage nicht einfach ist, Menschen für ein solches Engagement zu begeistern. Gleichzeitig zeigt das Einsatzgeschehen, dass die Belastungen für den Einzelnen immer größer werden: nicht nur die Anzahl der Einsätze nimmt ständig zu, auch die Einsatzbereiche ändern sich; so wird die Feuerwehr immer häufiger zu schweren Verkehrsunfällen hauptsächlich auf der A 2 gerufen – eine Tätigkeit, die nicht nur physisch, sondern auch psychisch höchst anspruchsvoll ist und an die Grenzen des menschlich Leistbaren geht.

Dass es Frauen und Männer gibt, die die nötige Einsatzbereitschaft zeigen und an herausragender Stellung für unsere Sicherheit sorgen, wollen wir als SPD in Lehrte auch in besonderer Weise würdigen. Deshalb soll die Leistung der langjährig aktiven Feuerwehrmänner und -frauen - dem Beispiel einiger anderer Städte in Deutschland folgend - durch städtische Zahlungen in eine private Rentenversicherung zusätzlich gefördert werden.

Aus Sicht der SPD rechtfertigt die besondere Bedeutung der schweren und oft gefährlichen Einsätze der Feuerwehr, die sich dadurch auch von dem vielfältigen und ebenfalls unverzichtbaren ehrenamtlichen Engagement in den vielen anderen Bereichen unterscheidet, eine zusätzliche Unterstützung.

Hinzu kommt: Der Brandschutz ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Das bedeutet, dass die Stadt Lehrte eine Feuerwehr aufstellen und unterhalten muss. Da heutzutage wechselnde Berufs-, Interessen- und Lebensschwerpunkte und vielleicht auch eine geringere Anerkennung für die geleistete Arbeit für die sinkende Mitgliederzahl verantwortlich sind, soll die Initiative der SPD für eine zusätzliche private Rentenversicherung dazu beitragen, den Dienst in der Feuerwehr wieder attraktiver zu machen und die Bemühungen der Feuerwehr begleiten, mehr und neue Mitglieder zu gewinnen.

Zudem gibt es nach unseren Erkenntnissen keine kostengünstigere Alternative zu einer Freiwilligen Feuerwehr: Eine hauptamtliche Wache wäre um ein vielfaches teurer als die Kosten, die bei zusätzlichen Zahlungen in eine Rentenversicherung entstehen würden – und die für das weitere Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Sorge tragen sollen.

 

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