StartPresse (05.02.04): Alte Schlosserei und Werbepylon

Presse (05.02.04): Alte Schlosserei und Werbepylon

Alte Schlosserei statt 25-Meter-Werbepylon – Gleichzeitigkeit der Bebauung und Verkehrslenkung müssen sichergestellt werden!

Der Vorstand der SPD in Lehrte-Kernstadt befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Stand der Dinge bei der Nachnutzung des Zuckerfabrikgeländes.

„Das Ziel, den Investoren das Weihnachtsgeschäft 2004 zu ermöglichen, geht in Ordnung,“ so Ortsvereinsvorsitzender Ekkehard Bock-Wegener. „Aber: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“

So unterstützen die Sozialdemokraten Bürgermeisterin Jutta Voß in ihren Bemühungen, bei den Verhandlungen über die Durchführungsverträge die Gleichzeitigkeit der Bebauung sicherzustellen. Bock-Wegener „Über einige Monate sollten wir uns nicht streiten, aber es kann nicht sein, dass ein Teilbereich des Geländes jahrelang Provisorium bleibt. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der alteingesessenen Lehrter Kaufmannschaft, die darauf vertraut, dass die Anbindung des neuen Einkaufsbereichs an die Burgdorfer Straße auch angemessen erfolgt.“

Mit der Eröffnung der ersten Einkaufsbereiche wird auch zusätzlicher Verkehr entstehen. „Das ist im Grundsatz zu akzeptieren“, so Bock-Wegener, „wollen wir doch zusätzliche Kaufkraft nach Lehrte holen.“ Durch geeignete verkehrliche Maßnahmen müsse aber rechtzeitig gewährleistet werden, dass dieser zusätzliche Verkehr auf die dafür geeigneten Straßen, insbesondere auf die B 443, gelenkt werde. Der Vorstand der Kernstadt-SPD begrüßt daher die Absicht der sozialdemokratischen Ratsfraktion, im zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn der Geschäftsaktivitäten ein Maßnahmepaket zur Bewältigung der verkehrlichen Auswirkungen auf den Weg zu bringen. Dabei geht es insbesondere um Maßnahmen, die den Verkehr in der Hermann-Löns-Straße und der Manskestraße vermindern.

Begrüßt wird vom Vorstand der Kernstadt-Sozialdemokraten die Initiative der SPD-Ratsfraktion zur Energieversorgung des Geländes durch ein Blockheizkraftwerk.

Auf Ablehnung und Unverständnis stößt hingegen die Überlegung der HBB, neben dem Einkaufsbereich einen 25 Meter hohen Werbepylon zu errichten. Ekkehard Bock-Wegener: „Leider muss man die Investoren immer wieder daran erinnern, dass sie nicht für ein Gewerbegebiet am Rande der Stadt, sondern für einen erweiterten Teil der Lehrter Innenstadt planen. Die Idee für eine derartige Verschandelung unserer Stadt ist aus unserer Sicht eigentlich überhaupt keine weitere Diskussion wert.“

Die Sozialdemokraten raten der HBB, diese Überlegung wieder zu beerdigen und sich besser wichtigeren Dingen zuwenden. „Wir denken da an die Suche nach Investoren für die Alte Schlosserei.“ Ein Blick auf die Skizzen zur Fassadengestaltung macht nach Auffassung der Sozialdemokraten deutlich, wie attraktiv dieses historische Gebäude und das noch zu errichtende Nachbargebäude gemeinsam aussehen und wirken würden.



 

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