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SPD-Abteilungsvorstand Lehrte-Kernstadt schlägt Zusatzrente für dauerhaften Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lehrte vor

04. September 2008 0 Kommentare

Die SPD in der Kernstadt Lehrtes schlägt vor, dass für die Mitglieder der Lehrter Freiwilligen Feuerwehr, die dauerhaft und bis zum Erreichen der Altersgrenze der Feuerwehr dienen, eine zusätzliche private Rentenversicherung abgeschlossen wird.

„Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in unserer Stadt. An 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr stehen Feuerwehrmänner und -frauen ehrenamtlich und mit großem Engagement bereit, um gefährliche Situationen zu entschärfen, unser aller Hab und Gut zu schützen und nicht zuletzt, um Menschenleben zu retten. Dabei setzen sie immer wieder auch ihre eigene Gesundheit aufs Spiel - eine Einsatzbereitschaft, die wir nicht hoch genug anerkennen können und auf die wir als Lehrterinnen und Lehrter angewiesen sind.“, so der Stellvertretende Vorsitzende der SPD Lehrte-Kernstadt, Klaus Sidortschuk zur Begründung des Vorschlages.

Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr verdient nach Ansicht der Sozialdemokraten eine besondere Würdigung auch deshalb, weil die Belastungen für den Einzelnen immer größer werden. Nicht nur die Anzahl der Einsätze nimmt ständig zu, auch die Einsatzbereiche ändern sich; so wird die Feuerwehr immer häufiger zu schweren Verkehrsunfällen hauptsächlich auf der A 2 gerufen - eine Tätigkeit, die nicht nur physisch, sondern auch psychisch höchst anspruchsvoll ist und an die Grenzen des menschlich Leistbaren geht.

„Dass es Frauen und Männer gibt, die die nötige Einsatzbereitschaft zeigen und an herausragender Stellung für unsere Sicherheit sorgen, wollen wir als SPD in Lehrte auch in besonderer Weise würdigen. Deshalb soll die Leistung der langjährig aktiven Feuerwehrmänner und -frauen - dem Beispiel einiger anderer Städte in Deutschland folgend - durch städtische Zahlungen in eine private Rentenversicherung zusätzlich gefördert werden.“ stellt Maren Thomschke, ebenfalls Stellvertretende SPD-Abteilungsvorsitzende, heraus.

Aus Sicht der SPD rechtfertigt die besondere Bedeutung der schweren und oft gefährlichen Einsätze der Feuerwehr, die sich dadurch auch von dem vielfältigen und ebenfalls unverzichtbaren ehrenamtlichen Engagement in anderen Bereichen unterscheidet, eine zusätzliche Unterstützung.

Klaus Sidortschuk weist auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin:
„Die leicht rückläufige Entwicklung der Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte zeigt, dass es heutzutage nicht einfach ist, Menschen für ein solches Engagement zu begeistern. Der Brandschutz ist aber eine kommunale Pflichtaufgabe. Das bedeutet, dass die Stadt Lehrte eine Feuerwehr aufstellen und unterhalten muss. Eine hauptamtliche Wache wäre zweifellos um ein vielfaches teurer als die Kosten, die bei zusätzlichen Zahlungen in eine Rentenversicherung entstehen würden - und die für das weitere Bestehen der von Ehrenamtlichen getragenen, also der Freiwilligen Feuerwehr einen Beitrag leisten sollen.“

Der Abteilungsvorstand der SPD-Lehrte-Kernstadt wird jetzt an die SPD-Ratsfraktion herantreten mit der Bitte, in den Rat der Stadt Lehrte einen Antrag einzubringen, mit dem die Verwaltung um die Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes beauftragt wird.



 

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